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Medikamente

Es gibt eine Anzahl von Medikamenten, die bei der Therapie zur Erfüllung Ihres Kinderwunsches eingesetzt werden.

So paradox es für Sie auch klingen mag, die Antibabypille kommt bei einer Kinderwunschbehandlung sehr häufig zum Einsatz. Die Einnahme der Pille hat hierbei ganz wesentliche Vorteile:

  • In Vorbereitung auf einen IVF-Zyklus oder einer hormonellen Stimulation bewirkt die Pille eine Ruhigstellung der Eierstöcke und verhindert dadurch die Zystenbildung an den Eierstöcken.

  • Durch Einnahme der Pille im so genannten Vorzyklus können wir den Eintritt der nächsten Periodenblutung fast auf denTag genau festlegen. Somit ist auch der weitere zeitliche Ablauf (Ultraschallkontrollen, Eizellentnahme, Embryotransfer) ihrer IVF/ICSI sehr gut terminierbar.

  • Eine Schwangerschaft kann mit Beginn der Downregulation unter Pilleneinnahme fast gänzlich ausgeschlossen werden.

Clomifen wird häufig als erster Versuch vom Hausgynäkologen verordnet. Es regt die Eizellreifung an den Eierstöcken an und löst den Eisprung aus. Das Medikament wird in Tablettenform in der Regel über 5 Tage eingenommen. Clomifen besitzt eine antiöstrogene Wirkung. Dadurch können Nebenwirkungen wie in den Wechseljahren auftreten. (z.B. Hitzewallungen, Kopfschmerzen,depressive Verstimmungen).

Die Einnahme erfolgt unter ständiger Ultraschallkontrolle, denn es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit von Mehrlingsschwangerschaften. Die Anwendung sollte auf maximal 6 Zyklen beschränkt werden, da hierunter auch unerwünschte Nebeneffekte auftreten könnten.

Vor einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke wird der natürliche Hormonhaushalt oft stillgelegt, um ganz gezielt die gewünschten Schritte zum richtigen Zeitpunkt einzuleiten. Die körpereigene Hormonproduktion- und ausschüttung soll dabei unterdrückt werden. Mit Hilfe von GnRH - Analoga wird die Patientin deshalb in einen ähnlichen Zustand wie in den Wechseljahren versetzt. Eventuell auftretende Symptome der "künstlichen Wechseljahre" gehen nach absetzen des Medikamentes bzw. während der hormonellen Stimulation der Eierstöcke wieder zurück. Durch die Gabe von GnRH- Analoga wird ein vorzeitiger Eisprung verhindert.

GnRH- Analoga werden als  Nasenspray (Synarela) oder als Spritze (Decapeptyl) verabreicht. Beim so genannten langen Protokoll beginnt man bereits im Vorzyklus um den 20. Zyklustag mit der Einnahme.

Auch im kurzen Protokoll kommen die GnRH-Analoga (Cetrotide, Orgalutran) zum Einsatz, wo die Wirkung sofort ab der ersten Spritze einsetzt.

Die für die Eizellreifung verantwortlichen Hormone LH (Luteinisierendes Hormon) und FSH(Follikelstimulierendes Hormon) nennt man Gonadotropine.

Die Therapie beginnt mit einer Stimulation der Eierstöcke dieser natürlichen Botenstoffe. Durch die Gabe von Hormonspritzen wird die Chance erhöht, mehrere Eizellen zu gewinnen. Die Handhabung der Hormonspritzen ist sehr unkompliziert – Sie können sich das Präparat ganz einfach selbst unter die Haut verabreichen oder Ihren Partner darum bitten. Die Behandlung dauert zehn bis zwölf Tage und wird im Normalfall gut vertragen. Ihr behandelnder Arzt legt die Dosis individuell fest. Während einer Stimulationstherapie sind mehrere Ultraschallkontrollen notwendig, um eine Überstimulation zu vermeiden.

Der Eisprung wird mit dem Schwangerschaftshormon HCG durch eine einmalige Injektion unter die Haut ausgelöst. Den Zeitpunkt zum Auslösen des Eisprunges legen wir mit Ihnen im Vorfeld ganz genau fest. Ca 35 Stunden nach HCG Spritze findet der Eisprung statt. Im Ablauf Ihrer Behandlung bedeutet das, dass wir zu diesem Zeitpunkt die Eizellentnahme durchführen.

Das Gelbkörperhormon Progesteron wird in der zweiten Zyklushälfte verabreicht und bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf das Einnisten des Embryos vor. Das Medikament kann in Form von Zäpfchen oder Gel zum Einführen in die Scheide angewendet werden. Diese tägliche vaginale Anwendung erfolgt bis zur Durchführung des Schwangerschaftstests. Eine weitere Möglichkeit ist die Gabe mehrerer Progesteron-Injektionen in den Muskel. Die Spritzengabe erfolgt durch die Arzthelferin. 


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